1. Dokumentdatum und Ereignisdatum trennen
Erfassen Sie zunächst das sichtbare Dokumentdatum und, sofern vorhanden, technische oder übermittlungsbezogene Zeitangaben. Ereignisse aus dem Inhalt erhalten einen eigenen Eintrag.
- Wann wurde das Dokument erstellt oder unterzeichnet?
- Wann wurde es versendet oder empfangen?
- Auf welches frühere Ereignis nimmt es Bezug?
- Ist das Datum sicher belegt oder nur aus dem Zusammenhang erschlossen?
2. Ereignisse mit eindeutigen Quellen verbinden
Jeder Chronologieeintrag benötigt mindestens einen Quellenverweis. Enthalten mehrere Quellen unterschiedliche Angaben, werden beide dokumentiert und als Widerspruch sichtbar gelassen.
Zusammengehörige E-Mail und Anlage sollten gegenseitig referenziert werden. Bei nachträglich exportierten Nachrichten bleibt erkennbar, aus welcher Datei oder Plattformansicht die Zeitangabe stammt.
3. Lücken und Reaktionsketten sichtbar machen
Eine hilfreiche Chronologie zeigt nicht nur, was vorhanden ist. Sie zeigt auch, wenn auf ein Schreiben keine dokumentierte Antwort folgt oder eine erwähnte Anlage fehlt.
Reaktionsketten können als Beziehung dargestellt werden: Anfrage, Antwort, Nachforderung, Einreichung und Entscheidung. Dadurch bleibt der Verlauf lesbar, ohne eine fachliche Bewertung vorwegzunehmen.